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Anzucht, Kultivierung & Ernte - Aussäen - Beleuchtung

Falls Du nicht vorhast in tropische Gefilde auszuwandern, oder jeden Winter mit Sack und Chilis in den Süden zu ziehen, brauchst Du eine geeignete Beleuchtung, um Deine Chilipflanzen auch in den kalten Monaten schön hell zu halten. Hier bei uns findest Du neben LSR (Leuchtstoffröhren) Growlampen, die perfekt für die Anzucht sind, über hochprofessionelle LED Panels bis hin zu Reflektoren und Vorschaltgeräten auch jede Menge Tipps und Tricks, wie Du Deine Chili Pflanzen ins beste Licht rückst.

 

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Das richtige Licht für Chilipflanzen

Das beste Licht für Chilis ist, wie für alle Pflanzen, das natürliche Sonnenlicht. Bis zu 14 Stunden am Tag sind ideal. In ihrer Heimat, in Süd- und Mittelamerika, bekommen sie da ganzjährlich genug davon, nur in unseren Breitengraden reicht das Sonnenlicht nicht aus, weshalb mit künstlicher Beleuchtung nachgeholfen werden sollte. Aber nicht jede Lampe gibt das gleiche Licht ab und auch nicht jedes davon ist gut für die Chilis geeignet. Was macht den das richtige Licht für Chilipflanzen aus?

Farbtemperatur
Licht ist nicht nur weiß, sondern besteht aus vielen Farben. Diese sind für Pflanzen besonders wichtig, so findet die Photosynthese zum Beispiel nur in einem bestimmten Farbbereich statt. Damit die Chilis aber richtig wachsen und sich vollständig entwickeln können, ist das gesamte Farbspektrum nötig. Je nach Farbtemperatur können auch einzelne Wachstumsphasen besser unterstützt werden. Die Farbtemperatur wird in Kelvin angegeben. Hier eine Übersicht:

•    Warmweiße Lichtquelle: unter 3300 K
•    Neutralweiße Lichtquelle: 3300 bis 5000 K
•    Kaltweiße Lichtquelle: über 5000 K

Du solltest dich aber nicht allein auf die Farbtemperatur verlassen, da diese nicht immer aus den gleichen Farben bestehen muss. Denk an einen Farbkasten – rot, grün und blau gibt braun und grün, orange und rot gibt auch braun. So können auch beim Licht verschiedene Farben das gleiche weiße Licht erzeugen. Deshalb solltest Du nicht davon ausgehen mit der gleichen Farbtemperatur immer die gleichen Ergebnisse zu erzielen, da diese womöglich gar nicht so gleich ist, wie Du denkst. 

Wellenlänge
Mit der Wellenlänge werden die einzelnen Farben des Lichtspektrums beschrieben. Das ist wichtig zu wissen, denn für die Fotosynthese können Pflanzen am besten blaue Wellenlängen von 430 bis 470nm und rote Wellenlängen zwischen 600 und 700nm absorbieren. Das macht diese Angaben zu einer der wichtigsten Kriterien beim Kauf einer Pflanzenlampe. Trotzdem sind alle Wellenlängen wertvoll. So wurde beispielsweise lange gedacht, dass grün keine Relevanz hat, da Pflanzen grün sind, aber in einer Forschungsarbeit wurde festgestellt, dass Rot besser aufgenommen werden kann, wenn grünes Licht vorhanden ist. 

Lumen
Lumen ist die Einheit des Lichtstroms und gibt an, wie viel Licht eine Lampe abgibt. Je höher die Lumen -Werte, desto heller ist die Lampe. Dieser Wert ist beim Pflanzenanbau nur zweitrangig wichtig, da es viel mehr auf die richtige Wellenlänge des Lichts ankommt. Außerdem können Lumen Messgeräte nur den gelben Bereich messen, welcher im Pflanzenanbau nicht relevant ist. Deshalb wird gelb zum Beispiel bei Grow LED’s bewusst weggelassen. 

Photosynthetisch aktive Strahlung (PAR)
Die photosynthetisch aktive Strahlung bezeichnet das Farbspektrum, dass nützlich für das Pflanzenwachstum ist und die Pflanze bei der Photosynthese unterstützt. Dieser Bereich liegt zwischen 400 bis 700 Nanometer (nm). PAR ist keine Maßeinheit, hat sich aber in der Wissenschaft als fester Begriff etabliert, um eben diesen Bereich zu bezeichnen. 
Es gibt inzwischen PAR Messgeräte die im Gegensatz zu Lumen Messgeräte eben auch die anderen Farbspektren messen und dadurch ein besseres Bild über die Leistung von Leuchtmittel geben.

 

Die verschiedenen Leuchtmittel

Leuchtstofflampen/Leuchtstoffröhren (LSR) 
Oder auch Gasentladungslampen genannt, benötigen ein Vorschaltgerät und bieten Ihren Pflanzen ein weites Spektrum an Lichtfarben. Die Standardlampen liefern ein weißes Licht, dass sich aus zwei Rottönen und Blau zusammensetzt. Diese 3-Band- Technologie eignet sich am besten für Chilipflanzen, da diese Farbzusammensetzung ideal für die Fotosynthese geeignet ist. Man unterscheidet bei diesem Leuchtmittel zwischen Leuchtstoffröhren und Kompaktleuchtstofflampen, umgangssprachlich Energiesparlampen genannt. Die Röhren gibt es in verschiedenen Längen und Breiten, sie sind günstig in der Anschaffung und liefern gute Lumen Werte, bei geringem Energieverbrauch. Selbes gilt für die Energiesparlampen. Der große Nachteil dieses Leuchtmittels ist, dass sie giftige Schwermetalle, in Form von Quecksilber, enthalten.

Natriumdampflampen (NDL)
Diese Art der Leuchtmittel erzeugen ein hohes Maß an Licht und können effizient eingesetzt werden. Die Natriumdampflampen eignen sich besonders gut, um Ihre Pflanzen gerade in der Blütezeit mit ausreichen Nährstoffen zu versorgen, da sie viele Rot- und Gelbtöne erzeugen. Das bedeutet jedoch auch eine starke Hitzeentwicklung, weswegen wir hier zu einer guten Belüftung raten. Ähnlich wie die Leuchtstoffröhren, benötigen auch NDL ein Vorschaltgerät.

Metallhalogendampflampen (MHD)
Die Metallhalogendampflampen kann man durchaus als vollwertigen Ersatz für die Sonne bezeichnen. Auch diese Lampen benötigen ein Vorschaltgerät. Ihre Lichtfarben bewegen sich im weißen und blauen Bereich, wodurch sich diese Art der Leuchtmittel besonders eignet, um Ihre Pflanzen in den Wintermonaten mit ausreichend Licht und Nährstoffen zu versorgen. Rotes und gelbes Licht liefert die Metallhalogendampflampen nicht. Daher wird dieses Modell gerne dazu verwendet Pflanzen in ihrer Wachstumsphase zu unterstützen.

LED-Lampen
Auch LED-Lampen haben sich im Bereich der Chilizüchtung in den letzten Jahren etabliert. Sowohl im Innenbereich als auch im Außenbereich eignen sich die Leuchtkörper ideal, um Ihre Pflanzen mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Das Licht der LEDs wird von den Pflanzen besonders gut absorbiert, wodurch äußerst gute Ergebnisse erzielt werden. Darüber hinaus können LED-Lampen sehr effizient eingesetzt werden, während sie nur wenig Energie verbrauchen. Was die Lichtfarben betrifft, kann man von der LED -Lampe sagen, dass sie in der Lage ist, jede Lichtfarbe präzise und kontrolliert abgeben zu können. Größter Nachteil sind hier immer noch die relativ hohen Anschaffungskosten.

Glühlampen
Und dann gibt es da noch die Glühlampen. Diese Lichtquellen sind für Chilis ungeeignet. Der Rotanteil in diesen Lampen ist so hoch, dass die Pflanzen unter ihrem Einfluss dazu neigen, schnell in die Länge zu wachsen. Außerdem werden Glühlampen zu heiß und verbrauchen unabhängig davon auch zu viel Energie.

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