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Chilipflanzen Super Scharfe Chilipflanzen

Jetzt wird’s heiß

Du hast es gerne, wenn Dein Gaumen brennt und das Essen noch im Magen glüht. Dir kann es gar nicht scharf genug sein und mehr Schärfe ist für Dich nur eine weitere Herausforderung? Dann bist Du hier richtig. Genug von milden Sorten und Klassikern, kommen wir zu den Legenden unter den Chilis – superscharfe Chilipflanzen.

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Scharf, schärfer, am schärfsten

Das Rennen um die schärfste Chili der Welt ist unter Chili-Fans seit Jahren ein beliebter Sport. Durch bewusste und unbeabsichtigte Kreuzungen entstehen ständig neue Sorten, die dann mit interessanten Namen wie Dragons Breath oder Naga Viper versehen werden und um den Einzug ins Guinness Buch kämpfen. Viele dieser Sorten kommen aus Indien und der Karibik und bilden so viel Capsaicin, dass dies ölig aus der Plazenta austritt. Bei sehr scharfen Früchten kann man diese Öltropfen sogar mit bloßem Auge sehen. Hier geht es zwar um Hot, aber auch um Geschmack! Auch die scharfen Sorten lassen sich gut zu Saucen verarbeiten und bringen interessante neue Aromen mit, welche andere Zutaten gut ergänzen können. Anderen Chili-Sorten wurde oft die Schärfe weggezüchtet, um den vollen Geschmack zu erhalten. Das ist bei den superscharfen Chilipflanzen nicht möglich. Durch eine Mutation, bei der die Plazenta mit der Fruchtwand verwächst, ist ein Entschärfen fast nicht möglich.

Scoville Skala

Scharf und noch schärfer soll es also sein, aber wer bestimmt eigentlich wie scharf superscharf ist und wie wird Schärfe gemessen? Zu diesem Zweck hat Wilbur Scoville 1912 eine Skala entwickelt. Gemessen wird der Capsaicin-Gehalt der getrockneten Früchte. Das Capsaicin ist ein Alkaloid, das unsere Schmerzrezeptoren und Schleimhäute reizt und so Schmerzempfinden auslöst. Zum Vergleich: eine Gemüsepaprika hat 0 – 10 SHU (Scoville Heat Units), handelsübliche Tabascosauce 2.500 – 5.000 SHU und Pfefferspray zur Bärenabwehr bis zu 300.000 SHU. Doch diese Zahlen sind nichts im Vergleich, was Chili-Züchter:innen in den letzten Jahren hervorgebracht haben.

Carolina Reaper

Mit maximal 2.200.000 gemessenen Scoville verteidigt die Carolina Reaper bereits seit 2013 den Titel `schärfste Chili der Welt´. Die Züchtung stammt aus South Carolina und wurde von einem amerikanischen Chili-Anbauer namens Ed Currie gezogen. Vermutungen nach ist die Amerikanerin eine Kreuzung aus einer karibischen Habanero und einer pakistanischen Naga- Variante. Typisch für die Carolina Reaper ist ihre knallrote faltige Haut und der spitz zulaufende Stachel. Es heißt, ihr Geschmack sei fruchtig süß mit Röstaromen. Diese Chili ist nichts für schwache Geschmacksknospen und unbedingt mit Vorsicht zu genießen.

Trinidad Scorpion

Die Trinidad Moruga Scorpion hielt inoffiziell bis 2013 den Titel der schärfsten Chili der Welt, bevor sie von der Carolina Reaper abgelöst wurde. Sie steht mit ihren 2.090.000 Scoville (SHU) aber immer noch mit ganz oben auf der Liste. Sie stammt aus der Karibik und wurde dort von Chili-Züchter Wahid Ogeer in dem kleinen Dorf Moruga in Trinidad und Tobago gezogen. Die Früchte dieser Sorte werden etwa golfballgroß, rot und bilden viele Falten. Auch hier gilt Vorsicht bei Verarbeitung und Verzehr.

7 Pot

Die 7 Pot- Chilis stammen aus der Karibik und bekamen ihren Namen von den Einheimischen, die sieben Töpfe voller Essen mit einer Schote würzen konnten. Sie gehören zu den schärfsten Chili Sorten und haben im Schnitt einen Schärfegrad von 10-10++ und Varianten von ihr finden sich häufiger im Guinness Buch der Rekorde. Wenn Du das feurige Brennen dieser Schote ertragen kannst, erwartet Dich ein rauchiges nussiges Aroma. 7 Pot Chilis gelten bei uns eher als Seltenheit und sind nicht oft zu finden.

Bhut Jolokia

Diese Besonderheit sorgte 2007 für Aufsehen, als mit ihr erstmals über eine Million Scoville Heat Units gemessen wurden. Noch wenige Jahre zuvor hielt man so hohe Schärfewerte für unmöglich. Mit 1.003.000 SHU hielt die Bhut Jolokia auch bis 2011 den Weltrekord. Ursprünglich stammt diese Sorte der Art Capsicum chinese aus dem nordöstlichen Indien und bedeutet übersetzt so viel wie „Geister-Chili“. Menschen sollen im Schärfe -Delirium wohl Geister gesehen haben.

Rachenreibe

Die Rachenreibe ist eine nicht stabile Linie der 7 Pot Jigsaw und wurde von Gärtnerei Besitzer Thomas Gruber entdeckt. Die Linie wurde lange weiter selektiert und in der Zwischenzeit über Stecklinge vermehrt. Der Name wurde von Thomas Gruber und Alexander Hicks festgelegt, nachdem Thomas in seiner Bewertung der ersten Früchte diese als `richtige Rachenreibe´ bezeichnet hat. Gemessen wurde diese übrigens mit 1,29 Millionen Scoville. Leider wurde keine Sorte zum Vergleich gemessen aber alle Leute, die in diesem Jahr auf dem Chili Fest der Gärtnerei Förth Rachenreibe und Carolina Reaper probiert haben, empfanden die Rachenreibe als schärfer.

Super Hot Eye Candy Sorten

Durch gezielte Kreuzungen werden gerade im Super -Hot -Bereich auch viele neue Varianten neben superscharf auch ungewöhnlich hübsch. Dazu wurde für die Kreuzungen oft die Pimenta de Neyde verwendet, die eine Mutation besitzt, bei der die Haut der Frucht niemals umfärbt, sondern nur die Farbe des Fruchtfleisches sich ändert. Richtig mit anderen Sorten gekreuzt und selektiert kommen sehr schöne böse aussehende Varianten raus.